Presse

Ursula Hesse von den Steinen, Mezzosopran

Wiener Zeitung, 24.5.2009
KÖLN: Und einer kam durch - Camille Saint-Saens: SAMSON ET DALILA - Oper Köln 23. Mai 2009 (4. Vorstellung nach der Premiere am 9, Mai 2009)

Camille Saint-Saens großes biblisches Tableau um den riesigen Helden Samson,  der von der Hure Dalila besiegt wurde, ist ein typisches Werk des in Frankreich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts so beliebten Exotismus. Ob Perlentaucher vor der Küste Ceylons, ob indische Tempeltänzerinnen, schwärmerische deutsche Dichter oder biblische Helden, die ihrer Haares- und Manneskraft verlustigt gehen, alle dienen sie der Befriedigung exotischer Sehnsüchte und Träume und bieten den Tonkünstlern ungeahnte Möglichkeiten, sich in fremdartigen Melodienwelten auszutoben (...)
Die Verführungsszene Dalilas, die Knabe mal so eben als Quicky umdeutet, gehörte zu den musikalischen Höhepunkten des Abends (...)
Ursula Hesse von den Steinen dürfte eine Idealbesetzung der Dalila sein. Nicht nur, daß sie erotischen Sexappeal en masse verströmt, sie singt die Partie mit dem erotischen Aplomp eines schweren, alle Sinne betäubenden Parfüms. Sie verfügt über eine üppige Altstimme, die ihre Arien zum Hochgenuß werden lassen - eine grandiose Leistung. Ray M Wade jr. hat im Samson auch eine seiner Idealpartien gefunden. Kein schwerer Held, sondern ein leicht in den Höhen anspringendes Material, in dem er seinen belcantistisch geführten Tenor blühen lassen kann.
Fazit: Eine Produktion, die im Vorfeld um viel Wirbel sorgte, deren Umsetzung sich zwar als radikale, aber seltsamerweise enge Textausdeutung erwies, ob ihrer Rohheiten aber trotzdem einen schalen Nachgeschmack behält. Musikalisch makellos bietet sie zumindest so einen großen Opernabend.

Dirk Altenaer


Das Forum, Mai 2009
Ursula Hesse von der Steinen als Dalila und Ray M. Wade jr. als Samson machen aus diesem Akt nicht nur einen musikalischen sondern auch einen optischen Genuss und verleihen der Handlung mit ihrem Auftritt einen hohen psychologischen Grad von Glaubwürdigkeit. Ein wahres Kabinettstück aus dem Lehrbuch weiblicher Verführungskunst, am Ende jedoch nicht weniger brutal als das Geschehen auf dem Schlachtfeld.


Onnz, Mai 2009
In Köln inszeniert man das Hohe Lied der Gewalt und des Terrors, der Gewaltspirale, die nie enden wird, einer Gewalt, die sich auf der Bühne und in der von der medialen Gewalt infizierten Phantasie des Zuschauers austobt.  Ein schlüssiges Konzept, eine grandiose Regie, zwei überragende Sänger und Darsteller in den Hauptrollen (Ray M.Wade jr. und Ursula Hesse von den Steinen) eine Musik, die man ohne Bühnenspektakel einfach nur hören sollte. Sie ist in großen Teilen – vor allem im zweiten Takt – einfach nur ‚schön’. Die Premiere war am 9. Mai 2009.


Le Figaro, 20.6.2009
 Dans la distribution, il y a des zones d’ombre et de zone de lumière…En zone de lumière, relevons d’abord le remarquable couple de chanteurs italiens, dont se détache plus particulièrement le séduisant ténor de Benjamin Bruns. En Clairon, la très belle Ursula Hesse von den Steinen fait entendre une voix de mezzo ronde et charnue…


Potsdamer Neue Nachrichten, 11.7.2009
Ursula Hesse von den Steinen leiht der in unschuldiges Weiß gekleideten jungen Bäuerin Santuzza ihren ausladenden, höhensicheren, über Klangmassen meist mühelos jubilierenden dramatischen Sopran. Ihre Erklärungsarie „Als euer Sohn einst fortzog“ über den Seitensprung von Turiddu lädt sie rollengerecht mit Brio auf.

Die Leidenschaften brodeln auch im hinreißend gestalteten Duett mit Turiddu, als sie ihn zurückgewinnen will: erst flehend, dann bittend, schließlich drohend und ihm die „roten Ostern“ wünschend.


Glyndebourne Festival 2006
It was through Ursula Hesse Von Den Steinen as Prince Orlofsky that the greatest laughs came - her deep Russian accent and stoic sober attitude was hilarious.



Opernwelt, 12/04
… mit girrendem, loderndem Mezzo.

Opernglas Nr. 12/04
Ursula Hesse von den Steinen überzeugte als Fricka mit ausgeglichenem und sehr bewegendem Gesang.

Nordbayerischer Kurier, 25.10.04
…jugendlich-dramatische Fricka…

Online Musik Magazin, 2.11.04
Von starker Bühnenpräsenz ist die Rollengestaltung der Fricka durch Ursula Hesse von den Steinen, die ihr hochdramatisches Material wirkungsvoll einzusetzen vermag.

Stuttgarter Zeitung, 25.10.04
Die warmherzig und wärmend singende Fricka....

Badische Neueste Nachrichten, 25.10.04
Schlichtweg fabelhaft tönt Ursula Hesse von den Steinen als dramatisch aufgeputschte Fricka…

Nancy Chapple,
Konzerthaus, Berlin, 9. April 2004
Ursula Hesse von den Steinen greatly impressed with Max Reger`s An die Hoffnung for alto and orchestra. Von den Steinen´s voice is powerful and spot on in intonation, her vibrato pleasantly subtle. Though still quite young, she has a mature stage presence.


 
Ursula Hesse von den Steinen als Dalila

Ursula Hesse von den Steinen - Samson und Dalila

Opera News April 2002
…..On December 11, Ursula Hesse von den Steinen had taken over (from Anne Sofie von Otter) as a wholly convincing Anna, singing in clear German and a nice, fleshy mezzo that called to mind one of her mentors, Brigitte Fassbaender……

Dresdner Neue Nachrichten 10.10.2000
Ursula Hesse [konnte] die ganze Farbigkeit ihres Mezzosoprans entfalten, der von viel Klarheit, "Körper" und Wärme geprägt ist.

Sächsische Zeitung
11.10.2000
Die Mezzosopranistin Ursula Hesse hatte eine Liedgruppe [Kurt Weills] ausgewählt, in der sie alle Register ihres großen sängerischen und gestalterischen Könnens ziehen konnte. ... Darüber sei jedoch nicht vergessen, welche intelligenten und eindringlichen Wiedergaben Ursula Hesse einigen Wunderhorn-Liedern Mahlers zuteil werden ließ. ... Überall beeindruckten ... [die] hervorragenden stimmlichen Möglichkeiten der Künstlerin.

Opernglas 01.12.2000
Die Nebenrollen waren in Dresden erstrangig besetzt: allen voran Ursula Hesse ... mit ihrem durchschlagskräftigen und höhensicheren Mezzosopran.

FAZ 17.06.2002
....Ursula Hesse von den Steinen brachte ihren gedeckten Alt zu vorteilhafter Entfaltung,........, mit Concerto Köln und Dresdner Kreuzchor im Kloster Eberbach